A U F R U F Z U R U N T E R S T Ü T Z U N G !

Entwurf I. Quartal 2006, Renate u. Luis Steinsberger sowie Rainer Rappmann,
verabschiedet im Initiativkreis des Vereins am 22.1.06
Eine Initiative des Vereins zur Förderung des Erweiter-ten Kunstbegriffs
und der Sozialen Plastik e.V., des Achberger Beuys-Archives und des FIU-Verlages
DIE IDEE
Joseph Beuys und Achberg sind aufs engste miteinander verknüpft.
Schließlich hat der wichtigste deutsche Nachkriegkünstler das
Internationale Kulturzentrum Achberg nicht nur ideell, sondern auch durch
Teilhabe und "materielle" Zuwendung mit begründet. Die
Zu-sammenarbeit reichte bis kurz vor seinen Tod, als er sich dort auf
Einladung von Rainer Rappmann mit Michael Ende zum Thema "Kunst und
Politik" traf. Er fand an diesem Platz die Ansprechpartner in Sachen
sozialplasti-scher Kooperation, von denen es in der engeren Kunst-welt
nicht so viele gab. In einem Brief vom 23.1.1972 an einen der Mitbegründer
des INKA, Peter Schilinski, schrieb er:
"Gerade jetzt erlebe ich mehr und mehr, wie alte Bezie-hungen zwischen
mir und vielen anderen in sich zusam-menfallen. Diesen Weg wollen die
meisten doch nicht mehr mitgehen. Gut, dass man auf Menschen gefasst sein
kann, die besser hierfür ausgerüstet sind." Und damit meinte
er den Achberger Arbeitszusammenhang: "Schon 1972 wollen wir ein
gutes Stück auf unserem gemeinsamen Weg weiterkommen." (Archiv)
Die Impulswerkstatt Achberg wird ein Zentrum zur Weiterentwicklung und
zur Förderung des von Joseph Beuys gegebenen Impulses "Soziale
Plastik" sein.
Die Idee der Sozialen Plastik bedeutet, dass man die sozialen Zusammenhänge
auf allen Ebenen nicht aus einem politischen Ansatz heraus gestaltet (Macht
und Geld), sondern aus einem künstlerischen, der die Gestal-tungskraft
und Verantwortlichkeit des einzelnen Men-schen ernst nimmt und ihm hierzu
Möglichkeiten ein-räumt und Instrumente an die Hand gibt. (Stichwort
u.a. "Direkte Demokratie").
Ihre Aufgaben sieht die Impulswerkstatt Achberg darin:
1.) Schriften von und über den Künstler Joseph Beuys und mit
seinem Impuls zu verbindende Schriften und Werke zu sammeln und der Öffentlichkeit
zugänglich zu machen. (Achberger Beuys-Archiv)
2.) In Achberg einen Raum zu schaffen, in dem Interes-santes und Wichtiges
von und über Joseph Beuys ausge-stellt und erläutert wird (Erlebnisraum
Beuys).
3.) Öffentliche Veranstaltungen wie Tagungen, Sympo-sien, Seminare,
Kunstaktionen zum Thema Soziale Plas-tik zu organisieren und durchzuführen.
(Verein zur För-derung des Erweiterten Kunstbegriffs und der Sozialen
Plastik e.V.)
4.) Ideen und Werke von Joseph Beuys in Europa und über seine Grenzen
hinaus zu verbreiten (FIU-Verlag).
5.) Diesen Impuls lebendig zu halten und weiterzuentwi-ckeln (Arbeits-
und Lebensraum).
Ziel ist es, Impulse zu geben, die zu einer zukünftigen Gesellschaftsgestaltung
im Sinne der Sozialen Plastik führen.
UMSETZUNG
zu 1.) Achberger Beuys-Archiv
Rainer Rappmann wird sein über 30 Jahre gesammeltes Material, ein
großes Bücher- und Katalog-Archiv zu Joseph Beuys, zur Sozialen
Plastik und zum Erweiterten Kunstbegriff, 80 Stunden Videos und Hördokumente,
Bild- und Plakatmaterial, handschriftliche Notizen und Briefe von Joseph
Beuys, sowie die Reproduktion der drei großen Achberger Tafeln von
1978 für das Archiv zu Informations- und Studienzwecken zur Verfügung
stellen.
zu 2.) Erlebnisraum Beuys
Im Erlebnisraum wird die Biografie von Joseph Beuys, mit Material aus
dem Beuys-Archiv, anschaulich darge-stellt. Interessierte können
sich so einen Überblick über das Lebenswerk von Joseph Beuys
verschaffen. Vor allem für Schulklassen und Studierende soll dies
in Ver-bindung mit dem Beuys-Archiv ein Informationszent-rum sein.
zu 3.) Verein zur Förderung des Erweiterten Kunst-begriffs und der
Sozialen Plastik e.V.
Der Verein organisiert Veranstaltungen (Tagungen, Se-minare, Symposien,
Gesprächskreise, Kunstaktionen, etc.) zum Thema Soziale Plastik im
Seminarraum der Impulswerkstatt sowie in Achberg und Umgebung.
"Zweck des Vereins ist es, auf der Basis der Grund- und Menschenrechte
Maßnahmen und Projekte zu ergreifen zur "Förderung des
Erweiterten Kunstbegriffs und der Sozialen Plastik", wie sie unter
anderem in dem Ideen- und Kunstmaterial des Künstlers Joseph Beuys
entwi-ckelt worden sind." (Auszug aus der Vereinssatzung vom 16.11.2001)
zu 4.) FIU-Verlag
Mit dem FIU-Verlag hat die "Impulswerkstatt Achberg" ein geeignetes
Instrument, um jegliche Art von Doku-menten, die aus der beständigen
Arbeit am Lebenswerk von Joseph Beuys und an den gesammelten Dokumenten
des Beuys-Archivs entstehen, zu verbreiten. Im Zentrum der verlegerischen
Tätigkeit des FIU-Verlages steht der Gestaltungsbegriff:
"Alles ist Skulptur!" (Joseph Beuys).
zu 5.) Arbeits- und Lebensraum
Damit die Impulsarbeit lebendig gehalten wird, wohnen und arbeiten in
der Impulswerkstatt Achberg Menschen, die ihr Leben mit der Idee Soziale
Plastik verbunden haben und in oben beschriebenem Sinne wirken wollen.
Sie pflegen Kontakte zu anderen Initiativen mit ähnli-chen Zielsetzungen:
* Gemeinde Achberg, * Kultur- u. Archivamt Land-ratsamt Ravensburg, *
Internationales Kulturzentrum Achberg, * Edith Maryon-Stiftung, Basel,
* Erfahrungs-feld der Sinne und des Denkens auf Schloss Freuden-berg,
Wiesbaden, * Omnibus für Direkte Demokratie, Kempten, * Freie Kunstschule
Hamburg - FIU, * Rudolf Steiner Nachlass-Verwaltung, Dornach/Schweiz,
* Freie Kunstschule Nürtingen, * Institut für Kunsttherapie
und Forschung Ottersberg, * Mehr Demokratie e.V. Berlin * Alanus Hochschule,
Alfter, * Anthroposophisches Ar-beitszentrum Kassel, * Scuola die Scultura
die Peccia, Tessin / Schweiz * Rudolf Steiner-Haus Hamburg
ORGANISATIONSSTRUKTUR
Gebäude
Im Zusammenwirken verschiedener Initiativen wird ein Gebäude erstellt,
das Raum bietet für die Bereiche: Achberger Beuys-Archiv, Erlebnisraum
Beuys, Verein, FIU-Verlag sowie Arbeits- und Lebensraum.
Rechtsform
Der "Verein zur Förderung des Erweiterten Kunstbeg-riffs und
der Sozialen Plastik e.V." ist Träger der "Im-pulswerkstatt
Achberg".
Für den geplanten Bau wird ein Grundstück von der Edith Maryon-Stiftung
(Förderung und Stärkung von Eigenverantwortung und Selbstverwaltung
sowie die Wiederbelebung des Zusammenhanges von Wohnen und Arbeiten) auf
Erbpacht-Basis dem Verein zur Verfügung gestellt. Ein Teil der Flächen
wird vom Verein an die im Haus wohnenden Menschen und an den FIU-Verlag
vermietet.
Finanzierung
Mitgliedsbeiträge, Spenden und Stiftungsgelder ermög-lichen
die Durchführung von Veranstaltungen, den Be-trieb des Beuys-Archivs
sowie des Beuys-Raums und die weitere Forschung.
Der Verein zur Förderung des Erweiterten Kunstbegriffs und der Sozialen
Plastik e.V. finanziert den Bau des Hauses durch Spenden, Stiftungsgelder,
Leih- und Schenkgemeinschaften sowie durch zinsgünstige Privat-darlehen
und Bürgschaften.
Die Rückzahlung der Darlehen, die laufenden Erbpacht-zahlungen sowie
die Instandhaltung werden durch die Mieteinnahmen der Wohnungen und des
FIU-Verlags sowie die "eingesparten" - bisher externen Raumkosten
des Vereins finanziert.
Der FIU-Verlag ist eine eigenständige Rechtsperson und finanziell
unabhängig.
Verantwortliche
Rainer Rappmann, Verleger und Veranstalter / Organi-sator, hat mit Beuys
persönlich zusammengearbeitet und einen Großteil seines sprachlichen
Werkes editiert und herausgegeben. Initiator und Organisator der Achberger
Beuys-Symposien sowie des FIU-Verlages.
Christine Hahn, Mutter, Heilerzieherin, Handweberin, über 10-jährige
Mitarbeit in anthroposophischen Heim-einrichtungen. Divers tätig
in der Organisation, Marke-ting und Verwaltung.
Martin Rösing, Restaurator und Handwerker, Mitbauer an den gebäudlichen
Einrichtungen der Achberger Initia-tiven Ende 70er/Anfang 80er Jahre,
Projektarbeit (auch in Italien, Rumänien, Irland).
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Verein zur Förderung des Erweiterten Kunstbegriffs und der Sozialen
Plastik e.V. c/o Rainer Rappmann, 88239 Wangen/Allg., Am Schwarzenbach
25, Tel: 07528/7734
KtoNr. 22 66 008, Voba Allgäu-West (BLZ 650 920 10)
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